Helsinki Stadt 21.06.2018


Helsinki Stadt 21.06.2018
Helsinki Stadtbesichtigung

Donnerstag 21.06.2018
Stadtbesichtigung Helsinki.
Wie üblich an Besichtigungstagen steht der Wecker erst auf 8:00. Tut auch ganz gut nach der Flut von neuen Eindrücken. Ein weiterer Eindruck ist, dass wir zwar ein Fenster aus 7 Teilen haben aber sich nur das kleinste öffnen lässt. So ist es selbst bei 12 °C Außentemperatur im Zimmer eher schwülwarm.
Nach einem gemütlichen Frühstück ziehen wir los in Richtung Hopon Hopoff Bus. Schon bevor wir den Marktplatz erreichen sehen wir den Bus am Straßenrand und kommen auch gleich rein. Der Busfahrer ist ein lustiger Geselle. Da er uns während der Fahrt bei einem Stopp an einer roten Ampel aufgenommen hat, will er die Tickets erst am nächsten Stopp herausgeben. Aber schon die nächste Ampel gibt uns die Gelegenheit, die Tickets mit der Kreditkarte zu bezahlen. Er überquert die nächste Ampel bei Kirschrot, mein Kommentar von der roten Ampel wird auch prompt beantwortet. Wenn sich 18 Tonnen in Bewegung befinden, kann man nicht so einfach halten. 16 tons the bus, 2 tons me. Wir fahren rund die halbe Strecke und wollen danach noch 2 Stationen besonders besuchen. Die Bootsfahrt durch die vorgelagerten Inseln von Helsinki und die Felsenkirche. Die wurde 1969 eröffnet und weist einige Besonderheiten auf. Die Basis wurde in den Felsen gesprengt, daher der Name. Das Dach ist Teilweise aus Glas, der Rest aus Kupfer. Durch die Materialkombination soll die Akustik bemerkenswert sein. Um die Kirche anzuschauen muss man die Fahrt unterbrechen und die Kirche kostet Eintritt. Wir setzen diese Attraktion ans ende der Busfahrt, sodass wir zuerst die Rundfahrt durch die Inseln machen. Die Fähre ist erstaunlich wendig, was sie schon beim verlassen des Hafenbeckens beweist. Dann geht die Rundfahrt durch die Inseln. Schöne Hütten mit Bootsanlegestelle und Bademöglichkeit in 30 Minuten Entfernung von der Innenstadt. Welche Stadt hat das schon zu bieten. Kleine und große Boote an den Anlegestellen, sogar ein paar Wasserflugzeuge, zeigen, dass hier nicht gespart werden muss.
Nach Abschluss der Bootsfahrt, gehen wir in das Hardrock Cafe zum Mittagessen. Finnland ist wohl mit das teuerste Euroland. Hamburger mit Bier kosten mal geschmeidige 28 EUR. Pro Nase natürlich. Auch sonst scheint Essen und Trinken viel teurer, als zu Hause. Ein Schälchen Erdbeeren 6 EUR, Heidelbeeren 8 EUR auf dem Markt. Nach der Bootsfahrt wollen wir unser Abendessen einkaufen, finden aber keinen geeigneten Supermarkt. Eine 0,33l Dose Bier kostet 2,22, Ein Wässerchen (Wodka) gibt es gar nicht. Ah. Wasser ein SanPelligrino 0,5l kostet 2,99 EUR, im Supermarkt in der Stadt, nicht an der Strandpromenade. Da es anfängt zu regnen und es immer kälter wird, wollen wir ins Hotel um uns thermisch aufzurüsten, also eine Hemd zusätzlich anziehen. Da die Luft immer feuchter wird, beschließen wir erstmal eine Ruhepause von einer Stunde zu machen und dann wieder los zuziehen. Gesagt getan, laufen wir zum Marktplatz. Dort ist weit und breit kein Bus zu sehen, dann sehn wir einen und der Fahrer sahft uns um 16:05, dass die die letzte Fahrt war und wir morgen gerne wieder willkommen sind. Also dann halt zu Fuss zur Felsenkirche. Plan ist Plan. Wir laufen dann quer durch die Stadt, an den innerstädtischen Häfen vorbei, schauen uns ein paar Entenküken an und sind dann irgendwann in der Nähe der Felsenkirche. Dann doch noch die elektronische Hilfe, Handynavigation, angeworfen und wir sind einen Straßenzug weiter an der Kirche. Es ist jetz 18:58 und das Handy weiß, dass die Kirche jetzt geschlossen ist. Aber die Tür geht auf und wir gehen rein. Die Kirche ist halb besetzt und wir schauen uns um. An einem Pfosten sehen wir ein Plakat, am Do. 21.06.2018 ist ein Konzert einer amerikanischen Universität um 19:00. (The Missouri Southern Chamber Singers, David L. Sharlow, Conductor) Ich versuche noch Karten zu bekommen, geht aber nicht, das Konzert ist umsonst. Wir hören uns das Konzert an und sind von der Akustik und der Leistung der “Band” total gebannt. Teilweise englische Kirchenmusik, einige Lieder auf finnisch und schwedisch füllen den Raum, sodass selbst wir Nichtfachleute von der Musik getragen werden. Unglaublich, den Tag über hätte die Besichtigung noch was gekostet und wir hören faszinierende Musik und das umsonst. Beim Verlassen der Kirche wartet auch schon das nächste Ereignis auf uns, es hört gerade auf zu regnen. So haben wir die letzten 1 ½ Stunden in einer Wolke von Musik verbracht, anstatt uns beregnen zu lassen. Danach besuchen wir noch kurz den Bahnhof, der einer der schönsten Bahnhöfe sein soll. Naja, sowas wir in Stuttgart gerade abgerissen. Aber wir finden noch einen Supermarkt in der Helsinkischen Klettpassage und holen uns noch was Grünes zum Abendessen. Auf dem Rückweg holen wir noch die Wurst aus dem Koffer am Motorrad und haben alles Notwendige für ein Abendessen auf dem Zimmer. Bier, Brot und Käse hatten wir bereits mittags besorgt.
Aufgrund der musikalischen Ereignisse, und dem gesparten Eintrittsgeld, gönnen wir uns noch ein Abschlussbier in einer Bar. Danach Husch husch ins Hotel und Abend Essen, denn danach gibt es noch einiges zu tun. Reiseberichte schreiben! Es ist in der Zwischenzeit 0:30 und es regnet draußen heftig. Das Zimmer kühlt trotzdem nicht ab, denn das Fenster ist winzig und wir Beide kommen jetzt endlich zum Abschluss.
Morgen verschwinden wir auf der Fähre und sind somit rund 2 Tage nicht erreichbar. Bis bald.

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