Vilnius 12.06.2018


Vilnius  12.06.2018
Vilnius Stadtbesichtigung

Dienstag, 12.06.2018
Wieder mal ein Besichtigungstag. Nach dem Frühstück (reichlich und gut) sollen wir die Motorräder umparken. Es gibt doch einen kleinen abgeschlossenen Hof wo noch ein Plätzchen frei ist. Das ist doch gleich mal besser.
Obwohl kein dringender Handlungsbedarf ist, ist Dienstags bekanntlich Waschtag und wir waschen unsere Hände in Unschuld und die T-Shirts und Socken in Rei in der Tube. Nicht umsonst hat jeder von uns eine Wäscheleine und Wäscheklammern dabei.
Wir suchen etwas nach der Haltestelle des Hopon Hopoff Buses und sehen einen an uns vorbei fahren. Eine kleine Geste reicht, dass wir zusteigen können und uns die Schnellbleiche der Stadt Vilnius anhören können. Wir sehen die wichtigsten Gebäude und einige Informationen zur Stadt. Nachzulesen in Wikipedia. Der Stadtname kommt vom gleichnamigen Fluss.
Litauen war wohl die meiste Zeit von fremden Herren besetzt. Die Polen, Nazideutschland und danach die Sowjets. Die alten Sowjet Denkmäler sind weitestgehend abgetragen und es gibt eine Ausstellung, wo 80 davon gesammelt wurden. Nach der üblichen 1 ½ Stündigen Rundfahrt erkunden wir die Altstadt auf eigenen Füßen. Wir fahren ein Stück mit einem alten Elektrobus
mit Oberleitungen, so wie es die früher in Esslingen gab. Das Kaufen eines Fahrscheines war uns leider nicht möglich, weder an der Haltestelle noch im Bus gibt es Automaten. Der Fahrer sitzt in einer geschlossenen Kabine, verkauft also auch keine Fahrscheine. So machen wir eben das litauische Schwarzfahrerdiplom auf 2 Haltestellen. Auf jeden Fall rollt die alte russische Kiste besser über das Kopfsteinpflaster als der moderne Kleinbus der Citytour. Sind halt auch dafür gebaut. Die Burg ist leider geschossen, sodass wir gleich zur Kneipensuche fürs Mittagessen übergehen. Und wir finden auch etwas, wo Eingeborene essen. Mit Kantinenflair, Selbstbedienung holen wir uns eine Art Gulasch mit Beilagen und dazu ein kleines Bierchen. Wieder zeigt sich, dass man nicht jede Sprache beherrschen muss. Mit Händen und Füßen und einem dämlichen Gesicht kommt man auch durch. Schmeckt sehr lecker. Danach gibt es noch ein Spezialbier, dunkel, nach Frucht schmeckend, aber davon will man nicht mehr als eines. Wir sind der Meinung, dass es nach Johannisbeeren schmeckt.
Danach weiter durch die Altstadt. Noch ein paar Kirchen von außen anschauen, durch eine Einkaufmall durchlaufen beendet unsere Besichtigungswut. Wir nehmen noch ein Abschiedsbier an der Ecke und gehen zurück ins Hotel. Erst mal gibt es eine kurze Ruhezeit mit Augenpflege. Der Reisebericht will noch geschrieben werden. Damit sind wir im jetzt angekommen und ich muss nur noch diese Sätze zu Robi senden, damit er die auf die Homepage hochlädt. Heute Abend werden wir noch unser mitgebrachtes Vesper verkleinern. So war zumindest der Plan. Aber wir entschließen uns dann doch für einen kleinen Spaziergang durch die Stadt mit Abendessen.
Zum Glück kennen wir uns jetzt schon etwas aus und suchen gezielt nach etwas Litauischem. Seltsamerweise ist es eine Creperie oder dann in Eingeborenensprache Blini-erie. Das ist typisch für die Baltischen und Russland, Pfannkuchen mit einer vielzahl von Füllungen. Besonders die Herzhaften mit Fleisch und so weiter sind traditionelle Kost. Wir genehmigen uns zuerst was mit Hühnchen und zum Nachtisch noch einen mit süß. Einmal Apfelmus und einmal Banane. Dann laufen wir wieder quer durch die Altstadt zu unserem Hotel und sind dann so kurz vor 12 im Bett.

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